HISTORY

TOKKELING DAWN

Alles hat nen Anfang…

 

Es war ein nass-kalter Wintertag im Jahre 2004, genauer gesagt der 24.12. Nach der standesgemä:ßen Familienvöllerei, begab es sich, dass der Stern von Bethlehem zwei rhythmusorientierte, zum wiederholten Male an den Ausschank vom güldenen Nektar des Glücks zusammengeführt hatte…

 

Kurz um, Voko (Bass) und Hardy (Drums) trafen sich nach den Feierlichkeiten des Heiligenabends, mal wieder, an der Theke der Post in Herongen. Nach mehrjä:hrigen, wiederholten und endlosen Redereien über "wir machen mal was zusammen", kam man dann ,nach ein, zwei, dreiunddreißig Bier zu dem Schluss "jetzt geht es rund"! Kurz entschlossen wurde geplant! Voko kannte mal wieder "jemanden" oder sogar zwei, für die das Akkorde greifen an sechs Saiten nicht fremd war. Alle beide ohne jegliche Bindung zu anderen musikalischen Gemeinschaften, es wurde gesprochen:

 

"Machst du noch was?"

 

"Nee, nicht mehr… Haste ma richtisch angefangen?"

 

"Nee, nisch wirklisch!!! Hasse denn niema Lust?"

 

"Schon, aber mit zwei is nisch viel…"

 

"Ha, isch kenn da wen oder zwei von den Geigern!!!"

 

"Jah, dann frach ma, habisch Spaß dran!"

 

"Mach isch ma, meld misch dann…"

 

Das wurde begossen mit Schnaps und Bier in rauen Mengen… Kleinere Probleme traten dann auch direkt am nä:chsten Tag auf. Wer wollte sich wo bei wem melden und wer wollte, sollte gefragt werden?

 

Aber es kam halt doch alles in die Gä:nge. Die beiden Auslä:nder, Josh, Nachbar vom Hardy, (gebürtiger Niederlä:nder), und André aus dem fernen Wachtendonk, zeigten nach ein, na evtl. zwei Minütiger Überzeugungsarbeit großes Interesse, allerdings mit Vorsicht, weil die Künste schon lä:nger ruhten. Schnell wurde ein Termin für Januar gefunden, wo man das erste Mal alle Akteure zusammen bringen wollte. Und siehe da, alle kannten sich und schnell wurde ein Konsens gefunden…

 

Im Februar des folgenden Jahres, als schon wieder tapfer gegen die Pfunde der Feiertage gekä:mpft wurde, die Lust auf Bier und feiern, in Vorbereitung auf Karneval, in vollem Gange waren, stand dann schon das erste Jammen, im Keller der Verheyens, an. Man glaubt es kaum, es passte richtig gut! Keine Ausreißer nach oben oder unten, was das Level betrifft!

 

Daraufhin beschloss man gemeinschaftlich: "Cool, lasst uns rocken"! Hm, feine Sache, aber wo kann man permanent son Krach veranstalten??? Das leidige Thema, um die Suche nach nem geeigneten Proberaum, der möglichst um die Ecke liegen sollte, brach aus!!! Nach einigen wirren Ideen, vergeblichen Anfragen und Besprechungen, kam der Rolf dann mit dem Angebot zur Probe, dass wir weiter unser Unwesen im Partyraum der Verheyens treiben durften… Und zum hundertsten Mal, tausendfacher Dank, für so eine dumme Idee!!!

 

Man probte, es klappte, die Lust und die Motivation stiegen, so dass schnell Geld benötigt wurde, um das Equipment und die PA aufzurüsten. Bei der Suche nach dem geeigneten Kram, für das was wir da so vorhatten, kam dann auch der fünfte Tokkelinger, der als Elektriker die Ahnung und das Interesse am verkabeln, mischen, ein- und auspacken hat, der Rolf hinzu. Richtig, der gleiche anscheinend etwas verwirrte, der uns da schon im Keller fein lä:rmen lä:sst… Man munkelt, dass er nix vom Fernsehen hören kann, so dass er sich dann die Zeit zwangsweise mit uns im Keller vertreibt! Trotz allem, gehört er mittlerweile voll dazu! So weit, so gut. Aber wie soll man sich schimpfen, irgendwas das jedem hä:ngen bleibt und auch cool klingt…

 

Wieder viele wirre Ideen, viele Besprechungen und durch Zufall kam der Aufhä:nger, "tokkeln" von unserem Quoten EU-Auslä:nder Josh, eingebracht bei einem verzweifelten Versuch ein Solo anzupassen! Na und das "Dawn" stand eigentlich von Anfang an im Raum… War ja einfach: Tokkeling Dawn!!! Was dann soviel bedeutet wie "Anschlagen im Morgengrauen"… Gut, mag sein, dass es für einige wie "Geistiger Dünnschiss" klingt, aber wir lachen immer noch drüber und finden es "COOL", denn Humor ist, wenn man trotzdem Lacht…

 

So weit, so gut, es ging also voran, die ersten Cover standen und wie auch geplant, kam ebenfalls der Eigenbau in Gang. Einer brachte halt Ideen mit und mit vereinten Krä:ften wurde auch was Anstä:ndiges draus, dadurch wuchsen der Spaß und die Motivation… Aber irgendwie war man sich einig, dass auch noch ein "Goldkehlchen" mit ins Boot sollte, klar, bis Dato hat der Josh die Besetzung mit übernommen, auch gut gemacht, aber Schuster bleib bei deinen Leisten, wo der nette Hollä:nder von nebenan auch nicht böse drüber war!!!

 

Aber leider war es nicht so einfach jemanden zu finden und wir setzten dann im Mai das erste Mal eine Anzeige in die Lokale Presse, um nen "Trellerhein" zu finden. Man glaubt es kaum, prompt meldete sich einer, richtig einer!!! Der Karl aus Kerken (noch ein Auslä:nder, gebürtig aus Goch-Klever Ecke). Er kam, sang und siegte! Auch, wenn er der Einzige war, der sich zu uns traute, ist er nicht deswegen geblieben und gehalten worden, denn der etwas überdrehte Typ passte schon ganz gut zu den anderen Knallern, ohne Ausnahme!!!

 

Man probte, erdachte und wollte sich vorstellen! Also wo nur??? Keiner kennt dich, um sich anzubiedern und zu blamieren, da hatten alle nicht wirklich Lust zu.

 

So schmiss Voko halt mal den Gedanken in die Runde, "datt machen wir selber!"

 

Am 29.07.2006 fand dann bei Voko in der Halle eine Party statt, wo sich die Band das erste Mal der Öffentlichkeit prä:sentierte. Dank Free Soul, ner Band aus Bergheim, die Voko kannte und Typ - X , ein paar Straelener Jungs, die sich nochmals für einige Songs zusammen taten, wurde das ein echt netter Abend.

 

Mittlerweile sind wir ohne Sänger (2011).

 

Bis Bald bei irgendeinem Gig